HISTORISCHE ARCHITEKTUR
Ein Besuch
in Guanajuato wird Sie staunen lassen
über den großen geschichtlichen und kulturellen Reichtum der Stadt,
der sich in der architektonischen Landschaft konserviert hat. Sie sollten nicht
versäumen, die Denkmäler
und Gebäude von Guanajuato zu bewundern, die vom kolonialen Erbe dieser Stadt
zeugen.
Universität von Guanajuato. Gelegen in der
Straße Positos, war das Gebäude zunächst ein Heim für Jugenderziehung, bis es im Jahre 1945 Sitz der Universität von Guanajuato
wurde. Erbaut aus grünem
Cantera-Stein erinnert die Universität an die Pracht mittelalterlicher Gebäude Europas. Geöffnet Dienstag bis Samstag, von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie von 16:00 bis 18:00 Uhr. Sonntags geöffnet
von 10:00 bis 15:00 Uhr.
Alhóndiga de Granaditas. Dieses Gebäude
mit Fassade in strengem Neoklassizismus befindet sich in der Straße Mendizábal
6. Im achtzehnten Jahrhundert erbaut, diente die "Alhóndiga de Granaditas" als Festung
und Kornspeicher. Das Gebäude
wurde in ganz Mexiko berühmt, nachdem der Unabhängikeitskämpfer
Juan José Martínez "El Pípila"
bei der Eroberung
der "Alhóndiga" gegen spanische Truppen ums Leben kam. Heute Sitz des Regionalmuseums
von Guanajuato. Geöffnet Dienstag
bis Samstag, von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie
von 16:00 bis 18:00 Uhr.
Sonntags geöffnet von 10:00 bis 16:00 Uhr.
Callejón del Beso. Die "Kussgasse" im
Zentrum von Guanajuato - an der Avenida Juárez und der
Plaza de los Ángeles gelegen - ist ein 68 cm schmaler Aufstieg, in dem sich die
Balkone der benachbarten Häuser fast berühren. Die Legende besagt, hier hätten
sich zwei Jugendliche zu heimlichen romantischen Treffen verabredet. Der Vater des
Mädchens habe die beiden dann im Moment des Kusses überrascht und das Mädchen
auf der Stelle umgebracht. Verliebten, die sich auf der dritten Stufe des
"Callejón del Beso" küssen, werden sieben glückliche gemeinsame Jahre
garantiert.
Teatro Juárez. Das Teatro Juárez, als eine der klassischen
Schönheiten Guanajuatos vom Architekten José Noriega erbaut, befindet sich in
der Straße Sopeña. Vor den Säulen des Portals hocken
zwei monumentale Bronze-Tiger, acht bronzene Museen schmücken das Dach des
Theaters. Im Inneren des Theaters lassen sich ein Saal im neo-morisken Stil
(spanisch: morisco = kleiner Maure) und ein prachtvoller Kronleuchter
bewundern.
Presa de la Olla. Liegt im Süden der Stadt,
in der Straße Paseo de la Presa und
in direkter Nachbarschaft
des Palastes der Landesregierung. Sie erbte ihren Namen
vom "Rancho de la Olla", auf dessen ehemaligem Gelände 1749 die Talsperre "Presa de la Olla" errichtet wurde. Seit
1984 außer Betrieb, dient die Talsperre nun wegen ihrer natürlichen Schönheit als Ausflugsziel und Erholungsort.
Plaza de la Paz. Der "Friedensplatz" befindet sich im historischen Zentrum
Guanajuatos, zwischen der Straße Alonso und dem Rathaus der Stadt. Es ist der älteste und vielleicht der wichtigste Platz in Guanajuato; hier befanden sich
die Häuser der anerkanntesten Aristrokaten-Familien.
An der "Plaza de la Paz" haben
sich viele klassische Elemente erhalten, so wie der "Templo Principal", die heutige Basilika und die königlichen Häuser (heute Sitz des Rathauses).
Jardín Reforma. Zwischen
Avenida Juárez und Mendizábal, hinter
der Kirche "Iglesia de
Belem". Der Park wurde zwischen 1861 und 1875 eröffnet, das genaue
Datum ist unklar. Die Front des Parks wird von zwei halbkreisförmigen
Arkaden geprägt, denen sich eine
Reihe ionischer Säulen anschließen.
Jardín Unión. Zwischen Avenida
Cantarranas und der Straße Sopeña, hinter dem "Templo de San Diego". Der "Jardín Unión" wurde in 1861 eröffnet. Der kleine, dreicksförmige Park wird
durch einen Pavillon aus der Zeit von Porfirio Díaz geprägt. Es ist der beliebteste Treffpunkt
der Bürger von Guanajuato.
Monumento
El Pipila. Das Denkmal befindet sich auf der Spitze eines Hügels, den
man über die Panorama-Straße oder vom Zentrum aus durch Gassen ereicht: Eine
Gasse von der Plaza de los Ángeles aus,
die andere Gasse beginnt einen Steinwurf vom "Templo de San Francisco". Das Denkmal wurde
1939 errichtet und erinnert
an den Bergarbeiter Juan José Martínez
"El Pípila", Held
aus dem Unabhängigkeitskrieg
gegen die Spanier. Der
Hügel des Monuments dient als 360°-Aussichtspunkt und bietet ein prächtiges Panorama
über Guanajuato.
Basílica de Nuestra Señora de
Guanajuato. Das alte Gebäude
mit der Adresse
Ponciano Aguilar Nummer 7 wurde
im Jahr 1771 in rosafarbenem
Cantera-Stein errichtet. Die
Basilika vereint drei Baustile: Den manieristischen Barock des siebzehnten
Jahrhunderts, den Churriguerismus des siebzehnten
Jahrhunderts und den Neoklassizismus. Das Innere ist geprägt durch ein altes
Holzbild der Jungfrau von Lourdes, welches auf einem barocken Sockel aus
getriebenem Silber steht. Geöffnet Montag bis Sonntag von 7:00 bis 20:00 Uhr.
Templo de San
Diego de Alcántara. Die Kirche
des San Diego de Acántara liegt
zwischen den Straßen Sope
Sopeña und Alonso, direkt am Rathaus von
Guanajuato. Die Kirche aus rosa Cantera-Stein ist überzogen mit
feinen Meißelarbeiten in churriguereskem Stil; hier befindet sich eine
wertvolle Sammlung mexikanischer Malerei aus dem achtzehnten Jahrhundert.
Täglich geöffnet von 8:00 bis 19:00 Uhr.